JtfO Bundesfinale – Wir waren gleich mit zwei Teams dabei

Zwei unserer Mädchen Handballteams haben sich dieses Jahr für Jugend trainiert für Olympia kurz JtfO qualifiziert. JtfO ist eine Sportveranstaltung bei der Schülerinnen und Schüler in vielen Sportarten gegeneinander antreten. Jedes Bundesland schickt ein Team nach Berlin, um pro Sportart die beste Schule aus ganz Deutschland zu küren.

In der letzten Woche vor den Ferien ging es los. Wir fuhren von Dienstag bis Samstag nach Berlin zum Bundesfinale. Gleich zwei Mädchenteams unserer Schule haben sich qualifiziert – WK II (Jahrgang 2002 – 2005) und WK III (Jahrgang 2004 – 2007). Insgesamt 19 Mädchen und wir Betreuer/in Jana Teschke, Lars Garbode und Per Becker traten diese Reise an.

Am Dienstag kamen wir nach einer langen und anstrengenden Hinreise in unserem Hostel an. Nachdem die Zimmerfrage geklärt war, hatten die Mädchen erstmal Freizeit. Die Gruppenspiele begannen am nächsten Tag und so konnten wir uns alle von der Reise erholen.

Am Mittwoch kamen dann die lang ersehnten Spiele. Die jüngeren (WK III) hatten eine besonders schwere Gruppe, da mit der Sportschule im Olympiapark und dem Landesgymnasium für Sport Leipzig gleich zwei Sportgymnasien in der Gruppe vertreten waren. So gingen auch die ersten drei Spiele entsprechend deutlich für die Gegner aus. Lediglich gegen Berlin konnten wir es lange offen gestalten, ehe wir dann mit 11:14 verloren haben (Die anderen Gruppenergebnisse sind: Baden-Württemberg 6:14 und Sachsen 5:14).

Bei den älteren Mädchen (WK II) verlief es relativ ähnlich. Ihre Gruppe war nicht ganz so schwer, aber durch diverse Verletzungen vor dem Turnier waren wir gezwungen mit nur 7 Spielerinnen anzureisen. Davon sind zwei der Mädchen sogar so jung, dass sie auch bei der Wettkampfklasse III hätten mitspielen können. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an Lilja und Matilda – ohne euch hätten wir nur mit einer Mannschaft fahren können!

Leider verloren „die Großen“ auch alle Spiele (gegen Thüringen 3:13, gegen Bayern 8:9 und gegen Nordrhein-Westfalen 8:13). Im ersten Spiel wurde unsere Torhüterin Malin sogar so doll im Gesicht erwischt, dass sie mit starkem Nasenbluten ausgewechselt werden musste und sich Carla, die trotz Verletzung mitgereist war übergangsweise ins Tor stellte.Trotz des schwachen Turnierstarts waren wir nicht entmutigt, da es jetzt mit beiden Teams immerhin noch um die Plätze 9-16 ging. Um den Abend sportlich ausklingen zu lassen, besuchten wir die Max-Schmeling Halle und schauten uns das Volleyball Playoff Finale der BR Volleys gegen VFB Ludwigshafen an.

Am nächsten Tag hatten wir dann unsere letzten Spiele. Die WK III Mädchen begannen den Tag schwach und verloren gleich das erste Spiel (5:10 gegen Niedersachsen). Um für den kommenden Gegner die Wende herbeizuführen und die Kinder an ihre Stärken zu erinnern, machten wir vor dem nächsten Spiel eine Motivations-Übung – mit Erfolg, wir gewannen unser erstes Spiel (10:8 gegen Rheinland-Pfalz). Mit diesem Sieg hatten wir noch die Chance, mit einem Sieg über Bremen 13. zu werden. Dies gelang uns auch. Die Mädchen spielten super und hatten sich den 13. Platz redlich verdient. Auch wenn die Platzierung im ersten Moment schwach erscheint, ist es für uns ein Riesenerfolg.

Die Mädchen der WK II hatten das Glück nicht auf ihrer Seite. Sie verloren leider alle Spiele und belegten am Ende den 16. Platz. (gegen Sachsen-Anhalt 9:13, gegen Bremen 6:12 und am Ende gegen Baden-Württemberg 17:18). Die Mädchen waren enttäuscht, konnten die Ergebnisse aber realistisch einordnen – mit so vielen Verletzungen und dem knappen Kader geht die Platzierung in Ordnung. Für viele der WK II Mädchen war es das letzte Mal JtfO in Berlin, da sie ab dem nächsten Jahr zu alt sind, um sich zu qualifizieren.

Zur Erholung von diesem anstrengenden Handballtag, gab es für die Mädchen genau das richtige Kontrastprogramm – eine Folge von Germanys next Topmodel. Diese guckten sie gemeinsam bei Chips und Cola. Am Freitag war dann Erholung angesagt. Wir guckten uns gemeinsam die Handball-Finalspiele der Jungs und Mädchen an und verbrachten den Rest des Tages in der Stadt, um uns Berliner Sehenswürdigkeiten anzugucken. Erst am Abend fanden dann die offiziellen Siegerehrungen mit anschließender Schülerparty statt.

Am Samstag war die Rückreise angesagt, die wir erschöpft aber zufrieden antraten.Die Mädchen waren begeistert und alle waren sich einig, dass es eine tolle Veranstaltung war, für die sie sich so oft wie möglich qualifizieren wollen.

Per Becker

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