Rückblick: „Festival der Künste“

Das hat es noch nicht gegeben – noch nicht mal am CvO – eine gelungene Mischung aus Musik, Kunst und Theater. Das Ganze in einer beschwingten Leichtigkeit, die den Besuchern selbst bei gefühlten 35 Grad in den Räumen Unterhaltung auf leichte Art boten.

Exakt abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse konnten Eltern, Lehrer und Schüler teilnehmen und genießen. Das ist es vielleicht, was dieses Format so modern und den Genuss so angenehm macht: Höchst individuell kann man sich schon seit zwei Jahren bei den Sommer-Wandel-Konzerten seinen MIX selbst zusammenstellen: Nicht die 70er und 80er Jahre, sondern das Beste von heute: Schüler der Klassen 5 – 10 in den unterschiedlichsten Besetzungen zeigen, was sie musikalisch bereits gelernt haben – oder beweisen, dass sie künstlerische Fähigkeiten haben, die unbedingt auf die Bühne gehören. Wie immer abgerundet am Ende mit dem „grande finale“ mit dem großem Chor und der gesamten Belegschaft der Musiker, ein Highlight, das nicht fehlen darf, weil das ein Kennzeichen der Konzerte am CvO ist und die Besucher meist mit einer leichten Wehmut die Veranstaltung verlassen lässt.

In diesem Jahr wurden die Konzerte noch ergänzt um die Ergebnisse künstlerischer Arbeit und schauspielerischer Auftritte. Diese kleinen Einblicke in die Arbeit der beiden anderen Professionen Kunst und Theater waren wie eine klitzekleine Vorschau, die Appetit auf mehr gemacht hat. Bei mir wuchs an diesem Nachmittag bzw. Abend jedenfalls der Wunsch, mir die aktuellen Theaterstücke in den folgenden Wochen unbedingt auch anzuschauen.
Manch Überrest der Ausstellungen auf dem Schulhof rief an den folgenden Tagen Erstaunen hervor, sodass mich jemand ansprach, um mir mitzuteilen, dass da Kleidung im Baum hängen würde und dass sie schon versucht war, diese da herunterzuholen. Aber so war das von den Künstlern wohl nicht gedacht – ich muss gerade daran denken, was wohl Christo sagen würde, wenn jemand seine Stoffbahnen ordentlich aufgerollt bei ihm vor der Tür ablegen würde…

Für die Besucher dieses Nachmittages, der mit leckeren Snacks zugunsten des Afrika-Projektes abgerundet wurde, bleibt jedenfalls der Eindruck, dass sich viel bewegt am CvO und dass Schüler echte Fortschritte machen, die man jedes Jahr wieder beobachten kann. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und egal ob es ein Sommer-Wandel-Konzert wird oder ein Festival der Künste oder noch ein anderes Format – beim CvO weiß man ja nie – diese Werkschau werde ich mir nicht entgehen lassen.
Heike Becher

 

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