Das Schulorchester des CvO im Großen Saal der Elbphilharmonie

An einem Freitagmittag im Mai war es endlich soweit: Das Schulorchester des CvO hatte die Gelegenheit zusammen mit 400 anderen Musiker aus Hamburg im Großen Saal der Elbphilharmonie zu musizieren. Das Projekt der Educationabteilung der Elbphilharmonie war ambitioniert: zur Aufführung sollte Terrey Rileys Minimal Music-Stück „In C“ kommen, in dem lediglich kleine Musikpatterns vorgegeben sind, die Ausführung in Bezug auf Lautstärke, Instrumente und Wiederholungen aber frei improvisiert wird. So schwankt die Aufführungsdauer auch zwischen 30 und 90 Minuten, jeder Durchgang ist anders und gefordert ist die Improvisationsfähigkeit jedes einzelnen.

Geprobt wurde in den Orchesterstunden zuvor in der Schule, in drei Proben in der Elbphilharmonie wurde das Stück dann mit allen Musikern zusammen von dem jungen Dirigenten Jonathan Franzen zum Leben erweckt. Eine der größten Schwierigkeiten war dabei die große Anzahl der Musiker, die den Mut aufbringen mussten, häufig auch mal nicht zu spielen und einfach nur zuzuhören. Oder als einziger im Saal aufzustehen und ein kleines Solo zu spielen.

In einer öffentlichen Generalprobe am 6. Mai bekamen dann auch die Familienangehörige die Möglichkeit, den Großen Saal und das Stück zu erleben. Eine Woche später war es dann zum richtigen Konzert soweit: Vor ausverkauftem Haus spielten wir die längste Fassung des Stückes.

Nicht nur die Proben im Saal mit einem professionellem Dirigenten, auch der Backstagebereich mit dem überwältigendem Ausblick auf den Hamburger Hafen, „unser“ Raum, das Stimmzimmer der Bratschen mit Blick auf den Michel, und die Möglichkeiten hinter die Kulissen dieses Konzerthauses zu gucken, haben das Orchester begeistert und zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Anne-Kathrin Westenhoff

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